Neuigkeiten


Stiftungsgründer Horst Will verstorben

Am 25.10.2022 ist Horst Will, der Stiftungsgründer, gestorben. Die Mitglieder der Horst und Gretl Will-Stiftung betrauern den Tod des Stiftungsgründers und werden sein Erbe in seinem Sinne pflegen und seine Arbeit fortsetzen.

Jazzpreis für Felix Hauptmann

Am 12. August 2022 hat die Oberbürgermeisterin der Stadt Köln, Henriette Reker, im Rahmen einer Feierstunde in der Piazetta des Rathauses dem Pianisten und Komponisten Felix Hauptmann den Kölner Jazzpreis, der mit einem Stipendium der Horst und Gretl Will-Stiftung versehen ist, verliehen.

Die Begründung der Jury lautete:

»Als einer der gegenwärtigen Wiederentdecker des analogen Synthesizers arbeitet Felix Hauptmann an Erweiterungen des Klangspektrums improvisierter Musik. Als Pianist ist er ein hellhöriger Sideman, als Solist und Komponist arbeitet er nachdrücklich und kreativ an der Findung und Erfindung eigener Wege. Seine kompositorische Handschrift ist geprägt von einer erstaunlichen Vertrautheit mit Kompositionsweisen zeitgenössische E-Musik, wobei er hier nicht als Nachahmer und Beeinflusster erscheint, sondern eigenständige, lebendige Zugänge zu aktuellen Kompositionsweisen erkennen lässt. Nicht zuletzt seine organisatorische Arbeit in der Kölner Szene macht ihn zu einer wichtigen Persönlichkeit in der regionalen Musikerszene.«

Felix Hauptmanns Konzert im Stadtgarten fand sodann am 16. August 2022 im Kölner Stadtgarten statt.

Jazzpreis für Luise Volkmann

Luise Volkmann wurde am 01.07.2021 von der Oberbürgermeisterin Henriette Reker im Rahmen einer Festveranstaltung im Museum für Angewandte Kunst das Horst und Gretl Will-Stipendium 2021 für Jazz und Improvisierte Musik überreicht.

In der gesellschaftlichen Wirklichkeit der Musik gibt es Unterschiede zwischen dem Ersinnen von Klängen, dem Niederschreiben von Noten, dem Erforschen und Erlernen von Instrument und Spieltechnik und dem Vortrag vor Publikum. Der Juror und Laudator Hans-Jürgen Linke hat in seiner Laudatio auf Luise Volkmann noch auf mehr Unterschiede hingewiesen, nämlich auf Marktsegmente, Traditionen, Spielweisen.

Luise Volkmann hat sich entschieden gegen eine »Auffassung von Musik, die solche Aufteilungen und Segmentierungen als prästabilisierte Harmonie voraussetzt. Grenzziehungen,Trennungen sind für sie keine sinnvollen Arbeitsweisen. Sie schätzt weder Genre-Grenzen noch gar hierarchische Abstufungen, etwa zwischen E- und U-Musik. Und ob sie sich nun eher als Saxofonistin oder Komponistin sieht, ist oft einfach eine Frage der Arbeitsphase, in der sie sich gerade befindet.« (H.-J. Linke)

Es geht ihr, das honorierte die Jury, »um Klangwelten des Zeitgenössischen«. Ihre Musik ist immer auch definiert über den »Bezug zu einem bestimmten sozialen Gebilde, das Publikum sein kann oder Szene oder Gemeinde oder Gefolgschaft«.

Mehr Informationen und einen Link zu einem YouTube-Film findet man auf der Website der Stadt Köln:
https://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/kultur/kulturfoerderung/horst-gretl-will-stipendium-fuer-jazzimprovisierte-musik-2021

Jazzpreis für Theresia Philipp

Am 22.08.2020 wurde Theresia Philipp im Kölner Rathaus mit dem Kölner Jazzpreis der Horst und Gretl Will-Stiftung ausgezeichnet. Die Urkunde übergab die Oberbürgermeisterin Henriette Reker. Die Jury kennt Theresia Philipp als eigenständige und virtuose Saxophonistin und Klarinettistin, die in zunehmendem Maße als Musikerin in verschiedenen Formationen und als Bandleaderin von sich reden macht. Ihr künstlerisches Profil und ihr sich ständig ausweitender Wirkungskreis haben zum Zeitpunkt ihrer aktuellen Bewerbung ein beeindruckendes Niveau erreicht. Die Jury überzeugte vor allem das Projekt »Pollon With Strings«, in dem Theresia Philipp ihr eingespieltes Trio Pollon mit einem Streichertrio konfrontiert, erweitert, bereichert und für das sie originelle Kompositionen schreibt.
Theresia Philipp bewegt sich kompositorisch souverän in verschiedenen Epochen und Stilformen; ihr aktuelles Projekt verbindet orthodoxe Kirchenmusik mit westeuropäischer Alter Musik und zeitgenössischer improvisierter und komponierter Neuer Musik, ohne dass diese vier Welten sich dabei im Wege stehen.

Jazzpreis 2019 für David Helm

Der Preisträger ist ein beeindruckender Kontrabassist. Er arbeitet mit der Formation Fosterchild, zu der ein Dutzend Musiker gehören – das ist fast Orchestergrösse. Er komponiert für diese Gruppe und ist oft deren Bandleader. In der Formation Marek Johnson übernimmt einer der beiden Schlagzeuger den Bass, während David Helm Gitarre spielt. Eine ganz andere Herangehensweise an den Komponisten Helm verlangt die Formation Aries, bei der ein Jazz-Trio sich mit einem Gambentrio, also einem Alt-Musik-Ensemble, vereint. Wie breit David Helms Klangskala angelegt ist, zeigt seine Mitarbeit im ZOOM-Trio, in dem elektronische Klänge eine große Rolle spielen. David verfügt natürlich über die gruppendienlichen Fähigkeiten des Bassisten, er ist es aber auch, der oft als sogenannter Sideman den Gruppensound bestimmt. Die Jury lobte das Universelle, die enorme Variabilität und den ausgeprägten Sinn für Klang und Nuancen.

Tamara Lukasheva erhält Jazzpreis 2018

Es sind die überragende Qualität und die erstaunliche Weite der eingereichten Arbeitsproben, welche die Jury zu der Entscheidung geführt haben. Tamara Lukasheva komponiert, arrangiert und singt. Sie arbeitet mit Bigbands und kleineren Formationen, sie tritt Solo als Sängerin auf, wobei sie sich am Klavier begleitet. Dabei fasziniert ihre Stimme durch ein breites Repertoire, das klassischen Jazz-Gesang beinhaltet, aber auch Geräusche, Klänge und dadaistische Einlagen.

Dominik Mahnig erhält Jazzpreis 2017

Der Schlagzeuger Dominik Mahnig überzeugt die Jury durch seine „Vielseitigkeit, die nie amorph daher kommt; seine enorme Klangfantasie und seine Fähigkeit, Überraschungen zu produzieren“ (Hans Jürgen Linke). Die Jury betont das herausragende Talent des Schlagzeugers, der nicht zuletzt durch seine nie versiegende Ideenfülle und überragenden handwerklichen Fähigkeiten unter allen Bewerbern herausragt.

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Die Stiftung

Die Horst & Gretl Will-Stiftung ist eine 1996 gegründete gemeinnützige Stiftung. Stifter sind der Kölner Unternehmer Horst Will und seine Frau, Gretl Will.
Der Stiftungszweck besteht in der Förderung von Studenten der Fachrichtungen Musik, Gesang und Dirigat. Ferner unterstützt die Stiftung Sozialprojekte der katholischen und evangelischen Kirche sowie der Diakonie Sozialstation in Rösrath bei Köln.